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Recht & Verfahren

Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft

Auch: WKStA

Die Zentrale Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption ist eine Sonderstaatsanwaltschaft mit bundesweiter Zuständigkeit, ihr Sitz ist Wien.

Zuständig ist sie für komplexe Wirtschaftsstrafsachen ab bestimmten Schadensgrenzen, für Bilanz-, Kapitalmarkt- und Finanzstrafsachen ab entsprechendem Umfang sowie für Korruptionsdelikte, insbesondere Amtsmissbrauch, Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Untreue mit Bezug zu Amtsträgern, unabhängig von der Schadenshöhe.

Ihre Einrichtung folgt der Überlegung, dass solche Verfahren spezialisierte Kenntnisse in Buchhaltung, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht erfordern. Unterstützt wird sie durch Wirtschaftsexperten und durch die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden.

Wie alle Staatsanwaltschaften unterliegt sie einem geregelten Weisungszusammenhang, wobei die Berichtspflichten und die Weisungsbefugnis in großen Verfahren wiederkehrend Gegenstand rechtspolitischer Diskussion sind. Verhandelt werden ihre Anklagen vor den örtlich zuständigen Gerichten.