Single Source of Truth
Single Source of Truth bezeichnet das Prinzip, für jeden Informationsgegenstand genau eine maßgebliche Quelle vorzuhalten, aus der alle Beteiligten arbeiten.
In Kanzleien und Rechtsabteilungen adressiert es ein alltägliches Problem: parallele Dokumentversionen in E-Mail-Anhängen, lokalen Ordnern und Cloud-Speichern, die zu widersprüchlichen Ständen führen. Umgesetzt wird es durch zentrale Ablage mit Versionierung, eindeutige Bezeichnungskonventionen und Rechtevergabe.
Rechtlich bedeutsam ist die Umsetzung in mehrfacher Hinsicht. Der Nachweis, welche Fassung wann übermittelt wurde, kann prozessentscheidend sein. Für die Verschwiegenheit ist maßgeblich, wer Zugriff hat, weshalb Berechtigungen mandatsbezogen zu vergeben sind, was zugleich der Abschottung bei Interessenkollisionen dient.
Aufbewahrungs- sowie Löschpflichten lassen sich nur bei zentraler Ablage verlässlich umsetzen.