Zum Inhalt springen
LawFinder
Recht & Verfahren

RSb-Brief

Ein RSb-Brief ist eine Sendung mit Zustellnachweis, bei der eine Ersatzzustellung zulässig ist. Erkennbar ist sie am weißen Streifen des Rückscheins.

Wird der Empfänger nicht angetroffen, darf das Dokument einem Ersatzempfänger übergeben werden, also einer erwachsenen Person, die an derselben Abgabestelle wohnt oder dort beschäftigt ist und keine widerstreitenden Interessen hat. Die Zustellung ist damit wirksam, und die Frist beginnt zu laufen.

Findet sich kein Ersatzempfänger, wird hinterlegt, wobei die Sendung mit dem ersten Tag der Abholfrist als zugestellt gilt. Verwendet wird diese Form für die große Mehrzahl behördlicher und gerichtlicher Schriftstücke, bei denen ein Nachweis erforderlich ist, ohne dass die Übergabe an die Person selbst nötig wäre.

Der Unterschied zum RSa-Brief ist praktisch bedeutsam. Wer eine Sendung nie in Händen hielt, weil sie an einen Mitbewohner ging, muss sich die Zustellung dennoch zurechnen lassen. Fristversäumnisse aus diesem Grund lassen sich nur über die Wiedereinsetzung sanieren.