Leveraged Buy-out
Ein Leveraged Buy-out ist ein Unternehmenskauf, der überwiegend fremdfinanziert wird, wobei die Rückführung aus den Erträgen der erworbenen Gesellschaft erfolgen soll.
In Österreich stößt diese Struktur auf eine strenge Schranke: das Verbot der Einlagenrückgewähr, wonach das Vermögen einer Kapitalgesellschaft ihren Gesellschaftern außerhalb der Gewinnverteilung nicht zugewendet werden darf.
Daraus folgt, dass die Zielgesellschaft weder Sicherheiten für den Erwerbskredit bestellen noch dessen Bedienung übernehmen darf, wenn dem keine gleichwertige Gegenleistung gegenübersteht. Auch ein Debt Push Down durch Verschmelzung von Erwerbsvehikel und Zielgesellschaft ist an diesem Maßstab zu prüfen.
Verstöße sind absolut nichtig, verpflichten zur Rückgewähr und begründen Organhaftung. Die Nichtigkeit erfasst auch Sicherheiten gegenüber Kreditgebern, die den Verstoß kannten oder kennen mussten. Die Strukturierung ist daher sorgfältig zu planen.