FIS-Regeln
Die FIS-Regeln sind Verhaltensregeln für Skifahrer und Snowboarder, herausgegeben vom Internationalen Skiverband. Sie sind keine Rechtsnormen, ihre Verletzung ist für sich weder strafbar noch begründet sie automatisch Haftung.
Ihre rechtliche Bedeutung liegt darin, dass die Rechtsprechung sie als Ausdruck der im Skisport gebotenen Sorgfalt heranzieht. Sie konkretisieren, welches Verhalten von einem durchschnittlichen Pistenbenützer erwartet wird, und dienen damit als Maßstab für die Beurteilung von Fahrlässigkeit bei Skiunfällen.
Zentral sind die Regeln über Rücksichtnahme, Geschwindigkeit und Fahrweise, die Wahl der Fahrspur, das Überholen, das Einfahren und Anfahren, das Anhalten sowie die Hilfeleistungs- und Ausweispflicht bei Unfällen.
Bei Kollisionen wird geprüft, wer welche Regel verletzt hat, häufig ergibt sich ein Mitverschulden. Strafrechtlich kommen fahrlässige Körperverletzung und im Fall des Verlassens der Unfallstelle die Unterlassung der Hilfeleistung in Betracht.