Digitale Forensik
Digitale Forensik bezeichnet die methodische Sicherung, Auswertung und Dokumentation elektronischer Spuren. Eingesetzt wird sie bei internen Untersuchungen, in Strafverfahren, bei Cybervorfällen und in Zivilverfahren mit Bezug zu elektronischen Beweismitteln.
Zentral ist die Beweissicherung. Datenträger werden nicht am Original untersucht, sondern es wird eine forensische Kopie erstellt, deren Unverändertheit durch Prüfsummen belegt wird. Jeder Bearbeitungsschritt ist lückenlos zu dokumentieren, damit die Herkunft nachvollziehbar bleibt.
Rechtlich zu beachten sind mehrere Grenzen: die Zulässigkeit der Auswertung von Mitarbeiterdaten samt Mitbestimmung des Betriebsrats, datenschutzrechtliche Anforderungen, die besonderen Vorkehrungen bei Berufsgeheimnisträgern sowie die Frage der Verwertbarkeit rechtswidrig erlangter Beweismittel.
Im gerichtlichen Verfahren erfolgt die Auswertung durch Sachverständige.