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Karriere

Cultural Fit

Cultural Fit bezeichnet die angenommene Übereinstimmung zwischen den Werten und Verhaltensweisen einer Bewerberin oder eines Bewerbers und der Kultur des Unternehmens. Als Auswahlkriterium ist der Begriff rechtlich heikel, weil er unbestimmt ist und Entscheidungen begründen soll, die sich fachlich nicht belegen lassen.

Wird eine Absage auf mangelnde kulturelle Passung gestützt, während sich die Bewertung tatsächlich an Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, sexueller Orientierung oder Geschlecht orientiert, liegt eine unmittelbare Diskriminierung vor. Ebenso kann ein scheinbar neutrales Kriterium mittelbar diskriminieren, wenn es Angehörige einer geschützten Gruppe typischerweise stärker benachteiligt und sachlich nicht gerechtfertigt ist (§ 19 GlBG).

Praktisch bedeutsam ist die Beweislastverteilung. Wer Tatsachen glaubhaft macht, die eine Diskriminierung vermuten lassen, verlagert die Beweislast auf den Arbeitgeber.

Empfehlenswert ist daher, Anforderungen anhand nachvollziehbarer, tätigkeitsbezogener Kriterien zu formulieren und Auswahlentscheidungen zu dokumentieren.