Contingency Search
Contingency Search bezeichnet ein Vergütungsmodell, bei dem das Honorar der Personalberatung nur im Erfolgsfall anfällt, im Regelfall mit Unterfertigung des Arbeitsvertrags durch den vermittelten Kandidaten.
Es entspricht damit dem gesetzlichen Leitbild der Vermittlungstätigkeit. Der Anspruch entsteht mit dem Zustandekommen des vermittelten Geschäfts, sofern die Tätigkeit für den Abschluss ursächlich war.
Streitanfällig ist gerade diese Verdienstlichkeit, etwa wenn mehrere Beratungen denselben Kandidaten vorgeschlagen haben, wenn der Kandidat dem Unternehmen bereits bekannt war oder wenn zwischen Vorstellung und Einstellung längere Zeit verstrichen ist. Vereinbart werden deshalb regelmäßig Vorstellungssperren, Nachwirkungsfristen und Meldeobliegenheiten.
Weil ohne Erfolg keine Vergütung anfällt, arbeiten Beratungen in diesem Modell häufig parallel für mehrere Auftraggeber, was Interessenkonflikte begründen kann.