OECD
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Paris, der überwiegend marktwirtschaftlich verfasste Industriestaaten angehören. Österreich ist seit ihrer Gründung im Jahr 1961 Mitglied.
Sie erlässt kein unmittelbar geltendes Recht, wirkt aber über Empfehlungen, Leitlinien, Modelle und Länderprüfungen erheblich auf nationale Rechtsordnungen ein.
Juristisch am bedeutsamsten ist ihr Musterabkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung samt Kommentar, an dem sich die weltweit geschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen orientieren und der bei deren Auslegung herangezogen wird.
Hinzu kommen die Verrechnungspreisleitlinien für konzerninterne Geschäfte, das Projekt gegen Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung, aus dem unter anderem die globale Mindestbesteuerung hervorging, sowie das Übereinkommen gegen die Bestechung ausländischer Amtsträger, das in Österreich strafrechtlich umgesetzt ist. Praktisch bedeutsam sind ferner die Leitsätze für multinationale Unternehmen, an die nationale Kontaktstellen anknüpfen.