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Eventbericht16.03.20265 Min. Lesezeit

Vienna Legal Innovation: KI, Krisen und Kanzleien: Was bringt die juristische Zukunft?

Von Business Circle

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Wien hat mehr zu bieten als Schnitzel und Riesenrad. Jedes Frühjahr wird die Hauptstadt zum Hotspot für Legal Tech und Legal Innovation für die gesamte DACH-Region.

Die Rechtsbranche steht an einem Wendepunkt. Digitalisierung, Datenintelligenz und Künstliche Intelligenz verändern nicht nur die Art und Weise, wie Recht produziert wird, sondern auch, wie Juristen denken, Probleme lösen und Wertschöpfung generieren. Für junge Juristen bedeutet das: Wer die Zukunft der Branche mitgestalten will, muss heute mehr verstehen als Gesetzestexte und Urteile. Kompetenz in Technologie, Datenfragen und neuen Arbeitsformen wird zur Kernqualifikation.

Mitten in dieser Transformation hat sich die Vienna Legal Innovation – ein Format von Business Circle – als eine der relevantesten Plattformen im deutschsprachigen Raum etabliert. Sie ist nicht nur eine Konferenz, sondern ein Ecosystem für Austausch, Praxisdialog und Innovation in der juristischen Welt von morgen.

In vielen Unternehmen und Kanzleien herrscht nach wie vor Unsicherheit, wie künstliche Intelligenz rechtlich eingesetzt werden kann und darf. Eine Analyse des MIT zeigte im Sommer 2025, dass 95 Prozent der Unternehmen ihre KI-Projekte nicht zum wirtschaftlichen Mehrwert führen konnten. Das ist mehr als eine technische Herausforderung – das ist ein strukturelles Problem.

Auch in der juristischen Praxis lässt sich ein ähnliches Muster beobachten: Vieles wird ausprobiert, aber wenig wird systematisch umgesetzt. Teure Tools werden angeschafft, ohne dass eine Strategie dahintersteht; Pilotprojekte bleiben Insellösungen; große Erwartungen führen zu großen Enttäuschungen – und am Ende stehen oft mehr Fragen als Antworten.

Die Vienna Legal Innovation setzt genau an dieser Stelle an: Sie fordert heraus, die gängigen Narrative zu hinterfragen und KI nicht als technologische Spielerei zu verstehen, sondern als integralen Bestandteil des Rechtsprozesses – von der Datenaufbereitung über Analyse und Automatisierung bis hin zur Entscheidungsunterstützung.

Im Kern ist dieses Event keine herkömmliche Fachkonferenz. Sie versammelt Juristinnen und Juristen, Entwickler, Produktmanager, Datenwissenschaftler und Entscheider aus Kanzleien, Rechtsabteilungen, Tech-Unternehmen und Beratungshäusern. Ziel: gemeinsam praktikable Lösungen zu entwickeln, statt nur über Probleme zu reden.

Folgende Aspekte machen die Vienna Legal Innovation besonders relevant:

1. Praxiserfahrung statt Theoriebelehrung

Die Sessions sind nicht abstrakt oder akademisch, sondern drehen sich um konkrete Use-Cases: Wie lässt sich KI rechtssicher in Dokumentenanalysen integrieren? Wie müssen Daten aufbereitet werden, bevor sie in Modelle gespeist werden können? Welche Governance-Strukturen ziehen juristische Risiken frühzeitig ab? Solche Fragen stehen im Zentrum – und das mit realen Beispielen aus der Branche.

2. Interdisziplinärer Austausch

Innovation findet nicht in Abteilungen statt, sondern an Schnittstellen. Das bedeutet Kommunikation zunehmend mit IT-Spezialisten, Data Scientists und Produktentwicklern. Die Vienna Legal Innovation bringt genau diese Perspektiven zusammen – und ermöglicht damit ein Denken über Disziplingrenzen hinweg.

3. Fokus auf Datenqualität und Governance

Viele juristische KI-Projekte scheitern nicht an der modellierten Logik, sondern an der Datenbasis: unstrukturierte PDFs, fehlende Annotationen, schlechte Versionskontrolle, unkommentierte rechtliche Metadaten. Die Konferenz widmet diesem Thema eigene Formate, weil Daten die Grundlage jeder KI-Anwendung sind – und weil Rechtsfehler in der Analyse weitreichende Konsequenzen haben können.

4. Verantwortung und Regulatorik

Rechtliche Risiken dürfen bei der Nutzung von KI nicht nachträglich gelöst werden. Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Haftung sind keine „nice-to-haves“, sondern zentrale Anforderungen einer verantwortungsvollen Nutzung von Legal Tech. Welche Anforderungen der EU-AI Act stellt, welche Governance-Prozesse nötig sind und wie Verantwortlichkeiten geregelt werden müssen – all das gehört zu den praxisrelevanten Diskussionen.

Learning Journeys statt Einweg-Vortrag

Ein besonderes Merkmal der Vienna Legal Innovation ist die Mischung aus Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden und interaktiven Formaten. Diese Lernformate sind darauf ausgelegt, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern dessen Anwendung sichtbar zu machen. Für junge Juristen bedeutet das: Snacks aus der Theorie sind nicht genug, Sie bekommen Werkzeuge, mit denen Sie in der eigenen Kanzlei oder Rechtsabteilung echte Fortschritte machen können.

Die Themen reichen von produktiven KI-Workflows über Digital Legal Delivery bis hin zur Frage, wie Legal Data Engineering Projekte mit echtem Mehrwert umgesetzt werden. Dabei bleibt der Blick nie nur bei der Technologie – sondern immer auch bei den rechtlichen Implikationen und den sozialen Auswirkungen.

Inspiration, Vernetzung und Karriereimpulse

Neben fachlicher Tiefe bietet die Vienna Legal Innovation einen unschätzbaren Networking-Effekt. Sie treffen dort nicht nur Experten, sondern potenzielle Arbeitgeber, Partner und Kolleginnen, die ähnliche Herausforderungen bearbeiten. Gerade für junge Juristen, die in die Themen Legal Tech, Legal Innovation, Digitalisierung und Daten einsteigen, ist dies ein ideales Umfeld, um Richtung und persönliche Prioritäten zu definieren.

Ein Teilnehmer beschreibt das Event treffend: „Hier habe ich nicht nur gelernt, wie KI funktioniert, sondern wie ich sie rechtlich verantwortbar nutzbar mache – und vor allem, wie ich andere davon überzeugen kann.“

Warum das für Ihre Karriere relevant ist

In einer Zeit, in der Kanzleien, Rechtsabteilungen und Beratungen zunehmend auf Technologie setzen, wird es für junge Juristen kaum mehr ausreichen, nur juristisch versiert zu sein. Die Fähigkeit, technologische Innovationen rechtlich zu bewerten, Chancen und Risiken zu erkennen und verantwortete Lösungen zu entwickeln, wird zur Kernkompetenz.

Die Vienna Legal Innovation bietet genau dafür einen praxisorientierten, verständlichen und zugleich anspruchsvollen Zugang. Sie zeigt, wie junge Juristen sich positionieren können – nicht als passive Anwender von Legal Tech, sondern als aktive Gestalter der digitalen Transformation im Recht.

Fazit: Mehr als eine Konferenz – ein Investment in die eigene Zukunft

Die Rechtsbranche ist in Bewegung, und junge Juristiennen Juristen stehen im Zentrum dieser Veränderung. Die Vienna Legal Innovation ist mehr als eine weitere Veranstaltung im Jahreskalender. Sie ist ein strategischer Moment, um Wissen zu vertiefen, Netzwerke zu erweitern und Perspektiven zu gewinnen, die in klassischen juristischen Lehrpfaden oft fehlen.

Wenn man sich nicht nur für Recht interessiert, sondern für die Zukunft des Rechts, ist dieses Event ein Pflichttermin. Es verbindet Technologie, rechtliche Analyse und echte Praxis – und bietet konkrete Ansätze, wie Sie Ihre Karriere in eine Richtung lenken, die heute gefragt und morgen entscheidend ist.

Foto von Business Circle

Business Circle

Business Circle wurde im Jahr 1994 – im Jahr des "Ja" zum EU-Beitritt – mit einem klaren Unternehmensziel gegründet: Fachseminare und Tagungen anzubieten, die nationales und europäisches Wissen „aus erster Hand“ zu den jeweils relevanten Themen mit maximalem Praxisbezug garantieren. Business Circle ist heute Österreichs größtes Konferenzunternehmen. Sie engagieren ausgewiesene Expert:innen und Entscheider:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und schaffen Plattformen für den Wissenstransfer, Fach- und Erfahrungsaustausch und zur Community-Building.
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