Eine Bewerbung als Jurist:in besteht aus Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen. Das Bewerbungsschreiben ist der Werbebrief in eigener Sache mit einem klaren Ziel: die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Es beantwortet zwei Fragen: Warum bewirbst du dich genau auf diese Stelle, und welche Stärken bringst du dafür mit?
Zum Aufbau des Bewerbungsschreibens gehören die eigenen Kontaktdaten, Name und Adresse des Arbeitgebers, Ort und Datum, ein aussagekräftiger Betreff, eine persönliche Anrede, der Bewerbungstext aus Einleitung, Hauptteil und Schlussteil sowie Grußformel und Unterschrift. Der Hauptteil umfasst drei bis vier Absätze, das Ganze bleibt auf einer A4-Seite. Statt „Sehr geehrte Damen und Herren“ recherchierst du die zuständige Ansprechperson auf der Website und sprichst sie direkt an. Gehaltsvorstellungen gehören nur dann in den Schlussteil, wenn das Inserat sie ausdrücklich verlangt.
Der Lebenslauf ist das zweite Kernstück: tabellarisch, antichronologisch, höchstens zwei Seiten. Wie du Studium, Gerichtspraxis und Praktika darin juristisch überzeugend darstellst, behandelt unser Ratgeber zum Lebenslauf für Jurist:innen im Detail.
Bei den Zeugnissen genügt eine Auswahl: Abschlussdokumente des Studiums, Dienstzeugnisse und Bestätigungen über Praktika oder die Gerichtspraxis. Bewährt hat sich das Prinzip einer Basisversion aller Unterlagen, die du für jede Bewerbung kürzt und anpasst. Eine Universalbewerbung, die unverändert an alle geht, ist der sicherste Weg in den Absagenstapel. Verwende deshalb nicht denselben Brief für mehrere Bewerbungen.