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Kanzleialltag

Large Language Model

Auch: LLM

Ein Large Language Model ist ein auf sehr großen Textmengen trainiertes Sprachmodell, das Texte verarbeitet und erzeugt, indem es Wahrscheinlichkeiten für die Fortsetzung einer Zeichenfolge berechnet. Es verfügt über keine Datenbank im herkömmlichen Sinn und über kein Verständnis von Richtigkeit. Daraus erklären sich sowohl die sprachliche Qualität der Ergebnisse als auch die Neigung zu inhaltlichen Fehlern.

Für juristische Anwendungen bedeutsam sind mehrere Eigenschaften. Der Wissensstand endet mit dem Trainingszeitpunkt, weshalb spätere Gesetzesänderungen unbekannt bleiben. Die Ergebnisse sind nicht reproduzierbar.

Zudem bilden die Modelle die Rechtsordnung überproportional nach jenen Quellen ab, die im Training überwiegen, bei deutschsprachigen Daten häufig deutsches Recht, was zu unzutreffenden Aussagen über österreichische Institute führt.

Abhilfe schaffen Systeme, die Antworten an geprüfte Quellen binden.