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Berufsbegleitend · Ratgeber

Jus berufsbegleitend studieren: der realistische Weg neben dem Job

Jus berufsbegleitend studieren: Formate wie das JKU-Fernstudium, deine Rechte im Job, Geld über Stipendium und Weiterbildungszeit plus erprobte Strategien.

6 Kapitel9 Min. Lesezeit

Inhalt

Jus berufsbegleitend studieren funktioniert in Österreich vor allem über das Multimedia-Diplomstudium der JKU Linz, ein Fernstudium mit 240 ECTS, dessen Prüfungen denen des Präsenzstudiums entsprechen und das mit dem Mag. iur. abschließt. Du wärst damit in bester Gesellschaft: 69 Prozent der Studierenden in Österreich sind erwerbstätig, im Schnitt 21 Stunden pro Woche.

Dieser Ratgeber zeigt, welche Studienformate neben dem Job tragen, welche Rechte du im Dienstverhältnis hast und welche nicht, woher das Geld kommen kann und wie du den Alltag zwischen Hörsaal und Schreibtisch organisierst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Multimedia-Diplomstudium der Rechtswissenschaften an der JKU Linz ist als E-Learning-Studium in Prüfungsmodus, Inhalt und Bewertung mit dem Präsenzstudium identisch und schließt mit dem Mag. iur. ab.
  • 69 Prozent der Studierenden in Österreich sind erwerbstätig, ein Viertel studiert nach eigener Einschätzung de facto berufsbegleitend. Ab neun Wochenstunden Arbeit sinkt der Studienaufwand messbar.
  • Die Bildungskarenz wurde mit 31. März 2025 abgeschafft. Nachfolge ist die Weiterbildungszeit, deren AMS-Beihilfe seit 8. Juni 2026 beantragbar ist und 2026 mindestens € 41,49 pro Tag beträgt.
  • Das Selbsterhalterstipendium bringt im Studienjahr 2025/26 bis zu € 1.082 monatlich, ab 27 Jahren bis zu € 1.121, bei einer Zuverdienstgrenze von € 17.677 im Jahr 2026.
  • Einen Erlass des Studienbeitrags wegen Erwerbstätigkeit gibt es seit dem Wintersemester 2018/19 nicht mehr, der Verfassungsgerichtshof hat den Tatbestand mit 30. Juni 2018 aufgehoben.

Kannst du Jus berufsbegleitend studieren?

Ja, und du hast dafür drei realistische Formate mit sehr unterschiedlicher Alltagstauglichkeit. Erstens das Multimedia-Diplomstudium der JKU Linz: Es läuft über elektronische Lehrveranstaltungen mit einer Präsenzphase zu Beginn, schriftliche Prüfungen kannst du an verschiedenen Standorten ablegen. Studienplan, Prüfungsinhalt und Bewertung sind mit dem Linzer Präsenzstudium identisch, der Abschluss ist derselbe Mag. iur. Ein zweites rechtswissenschaftliches Fernstudium in diesem Umfang ist uns in Österreich nicht bekannt.

Zweitens das klassische Präsenz-Diplomstudium in reduziertem Tempo. Vorlesungen kennen meist keine Anwesenheitspflicht, Übungen und Prüfungen schon. Damit lässt sich das Studium um feste Arbeitstage herum bauen, es kostet dann aber Semester. Die Beitragslogik hilft dabei: Die beitragsfreie Zeit läuft beim Diplomstudium je Studienabschnitt plus zwei Toleranzsemester und beginnt mit jedem abgeschlossenen Abschnitt neu. Drittens das WU-Studium Wirtschaftsrecht, das allerdings als Vollzeitstudium ausgewiesen ist und sich nach unserer Einschätzung am schlechtesten mit einem substanziellen Job verträgt.

Warum sich Menschen das antun, ist gut dokumentiert und völlig legitim: Die meisten arbeiten, weil das Studium sonst nicht finanzierbar wäre, andere wollen finanzielle Unabhängigkeit, Praxisbezug oder schlicht den Anschluss an einen Beruf halten, den sie nicht aufgeben möchten. Wichtig ist nur, das eigene Motiv zu kennen, denn es entscheidet später über jede Prioritätenfrage. Zulassung, Aufnahmeverfahren und Studienaufbau im Detail findest du in unserem Ratgeber zum Jus-Studium in Österreich, welche Berufswege am Ende offenstehen, zeigt unser Überblick zur Karriere mit Jus.

Wie organisierst du Studium und Job im Alltag?

Die Vereinbarkeit entscheidet sich selten an der Intelligenz und fast immer an der Organisation. Diese sieben Strategien haben sich bewährt:

  1. Plane realistisch statt idealistisch: Lege pro Woche feste Uni- und feste Arbeitstage fest und puzzle die Lehrveranstaltungstermine um dieses Wochenmodell, nicht umgekehrt. Ein Plan, der nur aufgeht, wenn nichts dazwischenkommt, ist keiner.
  2. Sprich früh und ehrlich mit deinem Arbeitgeber: Leg den Semesterplan und die Prüfungsfenster auf den Tisch, sobald du sie kennst, und melde Änderungen sofort. Vorausschauende Planung schafft Vertrauen und öffnet mehr Spielräume, als viele erwarten.
  3. Etabliere Routinen: Feste Lernblöcke zu festen Zeiten nehmen dir die tägliche Entscheidung ab, wann du lernst. Kommt etwas dazwischen, verschiebst du den Block. Anpassen ist Teil des Systems, kein Scheitern.
  4. Nutze kleine Lernfenster: zwanzig Minuten Wiederholung in der Mittagspause, Karteikarten im Zug, eine Vorlesungsaufzeichnung am Arbeitsweg. Gerade im Jus-Studium mit seinen Definitionen und Prüfungsschemata summieren sich auch kleine Einheiten.
  5. Kalkuliere Prüfungsvorläufe ein: Große Modul- und Fachprüfungen brauchen Wochen bis Monate Vorlauf. Blocke diese Phasen im Kalender wie Dienstreisen, inklusive reduzierter Verfügbarkeit im Job.
  6. Plane Erholung als Fixtermin: Ein freier Abend ohne Lernstoff und Diensthandy ist keine verlorene Zeit, sondern die Bedingung dafür, dass der Rest funktioniert.
  7. Such dir Verbündete und sag Nein: Der Austausch mit anderen berufstätigen Studierenden hält die Perspektive gerade, und ein freundliches, bestimmtes Nein zu Zusatzschichten oder Zusatzprojekten ist oft das Ja zum Prüfungserfolg.

Welche Rechte hast du im Job und welche nicht?

Zuerst die unbequeme Norm: Ein allgemeines gesetzliches Recht auf Lernfreistellung, Prüfungsurlaub oder Arbeitszeitreduktion für ein Studium kennt das österreichische Arbeitsrecht nicht. Was dir zusteht, ergibt sich aus Kollektivvertrag und Dienstvertrag, alles darüber hinaus ist Vereinbarungssache. Genau deshalb ist das frühe, offene Gespräch aus dem vorigen Abschnitt keine Stilfrage, sondern deine wichtigste Rechtsgestaltung.

Das zentrale vereinbarte Instrument hat 2025/26 sein Gesicht verändert, und hier kursiert viel Veraltetes: Die Bildungskarenz wurde abgeschafft, Weiterbildungsgeld und Bildungsteilzeitgeld sind mit 31. März 2025 ausgelaufen. Wer online noch Anleitungen zur Bildungskarenz fürs Studium findet, liest alte Texte. Die Nachfolge heißt Weiterbildungszeit (§ 11 AVRAG) beziehungsweise Weiterbildungsteilzeit (§ 11a AVRAG). Nötig ist eine schriftliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber, möglich nach zwölf Monaten ununterbrochenem Dienstverhältnis. Die AMS-Weiterbildungsbeihilfe ist seit 8. Juni 2026 beantragbar, folgt einem einkommensabhängigen Stufenmodell und beträgt 2026 mindestens € 41,49 täglich. Verdienst du brutto mindestens die halbe Höchstbeitragsgrundlage, 2026 also € 3.465 im Monat, legt dein Arbeitgeber zusätzlich 15 Prozent der Beihilfe drauf. Ein Rechtsanspruch auf die Beihilfe besteht nicht.

Für Studierende steckt die eigentliche Hürde im Nachweis: Ein Studium zählt nur mit mindestens 20 ECTS pro Semester, bei Betreuungspflichten 16, samt verpflichtenden Teilnahmebestätigungen. Wer die Nachweise nicht erbringt, muss die Förderung zurückzahlen. Dazu ist das Budget mit maximal 150 Millionen Euro jährlich gedeckelt. Übersetzt heißt das: Die Weiterbildungszeit ist ein Instrument für intensive Studienphasen mit echtem Pensum, nicht für das Nebenbei-Semester, und sie gehört früh geplant und beantragt.

Wie finanzierst du das berufsbegleitende Jus-Studium?

Der wichtigste Baustein für Menschen mit Berufsjahren ist das Selbsterhalterstipendium, offiziell die Studienbeihilfe nach Selbsterhalt: Das Einkommen deiner Eltern spielt dabei keine Rolle. Voraussetzung sind mindestens vier Jahre (48 Monate) Selbsterhalt vor dem ersten Bezug mit einem Jahreseinkommen von zumindest € 11.000 (Stand 2026). Die Höhe beträgt im Studienjahr 2025/26 maximal € 1.082 pro Monat, ab 27 Jahren € 1.121, mit Zuschlägen etwa für Kinder. Dazuverdienen darfst du 2026 bis € 17.677 im Jahr, und gefördert wird grundsätzlich die gesetzliche Studiendauer plus ein Toleranzsemester. Antrag und Fristen laufen über die Stipendienstellen beziehungsweise stipendium.at.

Beim Studienbeitrag gilt die Rechnung aus unserem Studienwahl-Ratgeber auch für dich: ÖH-Beitrag € 26,20 pro Semester für alle, Studienbeitrag € 363,36 erst nach der vorgesehenen Dauer plus zwei Toleranzsemestern, beim Diplomstudium je Abschnitt neu gerechnet. Die schlechte Nachricht für Berufstätige: Den früheren Erlass des Studienbeitrags wegen Erwerbstätigkeit gibt es nicht mehr. Der Verfassungsgerichtshof hat ihn mit Wirkung vom 30. Juni 2018 aufgehoben, seit dem Wintersemester 2018/19 sind solche Anträge nicht mehr möglich. Es bleiben die allgemeinen Erlassgründe wie Krankheit oder Schwangerschaft von mindestens zwei Monaten im Semester oder überwiegende Kinderbetreuung bis zum siebenten Geburtstag. Einzelne Universitäten haben eigene Ersatzlösungen geschaffen, etwa ein Studienabschluss-Stipendium für erwerbstätige Studierende an der Universität Graz. Ob es im laufenden Studienjahr ausgeschrieben ist, erfährst du bei der Studienabteilung der jeweiligen Universität.

Die häufigsten Fehler, wenn du Jus berufsbegleitend studierst

  1. Ein Vollzeitpensum neben dem Vollzeitjob planen: Erwerbstätigkeit wirkt sich schon ab neun Wochenstunden merklich negativ auf den Studienaufwand aus. Plane ehrlich mit reduziertem ECTS-Tempo statt mit Heldenkalendern.
  2. Mit der Bildungskarenz kalkulieren: Sie existiert seit 31. März 2025 nicht mehr. Wer Finanzpläne auf alten Blogartikeln baut, dem fehlt im entscheidenden Semester das Geld.
  3. Die 20-ECTS-Hürde der Weiterbildungszeit unterschätzen: 20 ECTS pro Semester mit Nachweispflicht sind ein volles Teilzeitstudium, scheitert der Nachweis, droht die Rückzahlung der Beihilfe. Nimm die Weiterbildungszeit für die Prüfungs- und Abschlussphase, nicht für den Einstieg ins Ungewisse.
  4. Prüfungsfenster vor dem Arbeitgeber verstecken: Überraschte Vorgesetzte sind unflexible Vorgesetzte. Wer Semesterplan und Prüfungsphasen früh offenlegt, bekommt in der Praxis deutlich mehr Spielraum, als er einfordern könnte.
  5. Ohne Geldreserve in intensive Studienphasen gehen: Stipendium und Beihilfe haben Fristen, Grenzen und keinen Rechtsanspruch in jedem Punkt. Ein Polster von einigen Monatsausgaben entscheidet darüber, ob du vor einer großen Prüfung die Arbeitszeit wirklich reduzieren kannst.
  6. Sich isolieren: Berufstätige Studierende verpassen das Campusleben und mit ihm die informellen Informationen über Prüfer:innen, Fristen und Lernunterlagen. Eine Lerngruppe oder ein einzelner verlässlicher Austauschkontakt ersetzt das zu einem guten Teil und hält die Motivation stabil.

Häufige Fragen zum berufsbegleitenden Jus-Studium

Wie lange dauert das Jus-Studium berufsbegleitend?

Die vorgesehene Studiendauer des Diplomstudiums beträgt acht Semester mit 240 ECTS. Wer daneben substanziell arbeitet, braucht in der Praxis meist deutlich länger. Eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht, weil Arbeitsausmaß und Lebenssituation den Ausschlag geben. Plane in Studienabschnitten statt in Jahren und rechne pro Abschnitt großzügig.

Ist das Multimedia-Diplomstudium der JKU gleichwertig?

Ja. Es ist in Prüfungsmodus, Prüfungsinhalt und Bewertung mit dem Präsenz-Diplomstudium identisch und schließt mit dem Mag. iur. ab. Damit erfüllt es auch die Studienanforderungen des § 3 RAO mit 240 ECTS für die klassischen Rechtsberufe.

Wie viele Wochenstunden Arbeit sind neben dem Studium realistisch?

Eine gesetzliche Grenze gibt es nicht, aber klare Erfahrungswerte: Erwerbstätige Studierende arbeiten im Schnitt 21 Wochenstunden, und schon ab neun Wochenstunden sinkt der Studienaufwand messbar. Wer dauerhaft über 20 Stunden arbeitet, sollte das Studientempo bewusst reduzieren, statt beides halb zu machen.

Gibt es die Bildungskarenz noch?

Nein. Weiterbildungsgeld und Bildungsteilzeitgeld sind mit 31. März 2025 ausgelaufen. Nachfolgemodell ist die Weiterbildungszeit mit AMS-Weiterbildungsbeihilfe, die seit 8. Juni 2026 beantragt werden kann.

Welche Voraussetzungen hat die Weiterbildungszeit für ein Studium?

Nötig sind ein ununterbrochenes Dienstverhältnis von zwölf Monaten und eine schriftliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber nach § 11 AVRAG, für die Weiterbildungsteilzeit nach § 11a AVRAG. Ein Rechtsanspruch auf die AMS-Beihilfe besteht nicht. Für Studien verlangt das AMS mindestens 20 ECTS pro Semester, bei Betreuungspflichten 16, samt Teilnahmebestätigungen. Die Beihilfe beträgt 2026 mindestens € 41,49 pro Tag im einkommensabhängigen Stufenmodell, ab einem Bruttoentgelt von € 3.465 im Monat kommen 15 Prozent vom Arbeitgeber dazu.

Was ist das Selbsterhalterstipendium und wie hoch ist es?

Das Selbsterhalterstipendium ist die Studienbeihilfe nach Selbsterhalt für Personen, die sich vor dem Studium mindestens 48 Monate mit jährlich zumindest € 11.000 selbst erhalten haben (Stand 2026), das Elterneinkommen bleibt außer Betracht. Es beträgt im Studienjahr 2025/26 maximal € 1.082 pro Monat, ab 27 Jahren € 1.121, bei einer Zuverdienstgrenze von € 17.677 im Jahr 2026.

Muss mein Arbeitgeber mich für Prüfungen freistellen?

Nein, einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf Prüfungs- oder Lernfreistellung gibt es nicht, maßgeblich sind Kollektivvertrag und Dienstvertrag. In der Praxis lassen sich Zeitausgleich, Urlaub um Prüfungstermine oder befristete Stundenreduktionen gut vereinbaren, wenn du früh planst. Prüfe zuerst deinen Kollektivvertrag und sprich dann konkret über einzelne Termine statt über mehr Flexibilität im Allgemeinen.

Bekomme ich als Berufstätige:r den Studienbeitrag erlassen?

Nein, den Erlass wegen Erwerbstätigkeit gibt es seit dem Wintersemester 2018/19 nicht mehr, weil der Verfassungsgerichtshof den Tatbestand mit 30. Juni 2018 aufgehoben hat. Es bleiben allgemeine Erlassgründe wie längere Krankheit, Schwangerschaft oder Kinderbetreuung sowie einzelne universitäre Stipendienlösungen, etwa ein Studienabschluss-Stipendium für erwerbstätige Studierende an der Universität Graz. Frag dazu direkt bei der Studienabteilung nach.

Kann ich Jus berufsbegleitend an einer Fachhochschule studieren?

Nein, nicht für die klassischen Rechtsberufe: § 3 RAO verlangt ein an einer Universität zurückgelegtes Studium des österreichischen Rechts. Berufsbegleitende FH-Studiengänge mit Rechtsbezug können für Wirtschaft und Verwaltung wertvoll sein, führen aber nicht zu Rechtsanwaltschaft, Richteramt oder Notariat.

Kann ich neben der Konzipientenzeit weiterstudieren?

Ja, mit klarer Grenze: Die Kernzeit in der Kanzlei zählt nach § 2 Abs 1 RAO nur bei hauptberuflicher Ausübung ohne Beeinträchtigung durch eine andere berufliche Tätigkeit. Ein Doktoratsstudium daneben ist verbreitet, gehört aber offen mit der Kanzlei vereinbart. Wie die Ausbildungsjahre selbst funktionieren, zeigt unser Survival Guide für die Konzipientenzeit.

Juristische Jobs, deren Arbeitszeiten zu deinem Studienplan passen, findest du in der LawFinder-Jobbörse.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechts- oder Förderberatung im Einzelfall. Verbindliche Auskünfte erteilen das AMS zur Weiterbildungszeit, die Studienbeihilfenbehörde zum Selbsterhalterstipendium, die jeweilige Universität zu Zulassung und Beiträgen sowie die Kollektivvertragspartner zu arbeitsrechtlichen Ansprüchen.

Stand: 05.08.2026

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