
In der Stabsstelle für Vergaberecht des Bundesministeriums für Justiz-Zentralleitung gelangt der Arbeitsplatz einer:eines juristischen Referentin:Referenten mit einem Beschäftigungsausmaß von 40 Wochenstunden (Vollbeschäftigung) ehestmöglich zur Besetzung. Das Dienstverhältnis wird zunächst auf bestimmte Zeit eingegangen; bei Vorliegen eines entsprechenden Verwendungserfolges ist die Verlängerung auf unbestimmte Zeit in Aussicht genommen.
Die Stabsstelle für Vergaberecht sorgt für eine rechtssichere und unionskonforme Gestaltung des öffentlichen Auftragswesens in Österreich. Zu den zentralen Aufgaben gehören die rechtliche Betreuung des gesamten öffentlichen Auftragswesens in Österreich, die Erstellung sowie Verhandlung von Gesetzes- und Verordnungsentwürfen (z.B. Bundesvergabegesetz), die Prüfung nationaler und europäischer Regelungen und Verträge sowie die Beratung von Bundesministerien und Ländern zu vergaberechtlichen Fragen. Neben der nationalen Gesetzgebung übernimmt die Stabsstelle auch wichtige internationale und fachliche Sonderaufgaben, wie beispielsweise die Vertretung Österreichs in EU-Gremien, UNO, Europarat und OECD, die Koordination des österreichischen Standpunktes in der EU, die Beratung und Betreuung zum Straßenfahrzeug-Beschaffungsgesetz sowie die Umsetzung von EuGH-Urteilen im Vergaberecht.
Wenn Sie das Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen, bereits erste praktische Erfahrungen auf dem Gebiet des Verfassungs- und Verwaltungsrechts oder gar des Vergaberechts gesammelt haben und einen wesentlichen Beitrag bei der Erfüllung der Aufgaben der obgenannten Zuständigkeitsbereiche leisten möchten, dann zögern Sie nicht und bewerben Sie sich jetzt!
Das Mindestmonatsentgelt in der Entlohnungsstufe 1 einschließlich der Funktionszulage in der Bewertungsgruppe v1/3 in der Einstiegsstufe beträgt EUR 3.716,00 brutto und kann sich bereits von Beginn an durch anrechenbare Vordienstzeiten erhöhen (beispielsweise beträgt das Monatsentgelt mit Erreichen der Entlohnungsstufe 4 einschließlich Funktionszulage in der Bewertungsgruppe v1/3 in der Regelstufe EUR 5.148,40). [SoB]
Legistische Betreuung sämtlicher Angelegenheiten des öffentlichen Auftragswesens gemäß Art. 14b B-VG, insbesondere Ausarbeitung und Verhandlung von Gesetzes- und Verordnungsentwürfen (Bundesvergabegesetz) in Umsetzung der europarechtlichen Vorgaben samt Erläuterungen, Durchführung von Begutachtungsverfahren und Auswertung der einlangenden Stellungnahmen sowie Ausarbeitung von Ministerratsvorträgen; Fremdbegutachtungen;
Vertretung der Republik Österreich in der Ratsarbeitsgruppe Öffentliches Auftragswesen sowie in anderen Ratsarbeitsgruppen, soweit diese vergaberechtlich relevante Dossiers behandeln; Vertretung der Republik Österreich im Beratenden Ausschuss für das öffentliche Auftragswesen und in diversen Arbeitsgruppen der Kommission; innerstaatliche Koordination der jeweiligen österreichischen Position;
Rechtliche Koordination des innerstaatlichen Standpunktes sowie Ausarbeitung der Stellungnahme der Republik Österreich in Vertragsverletzungsverfahren sowie in Verfahren vor den Gerichten der Europäischen Union in vergaberechtlichen Angelegenheiten; Beratung und Abstimmung im Zusammenhang mit der Schaffung einer unionsrechtskonformen Vergaberechtslage;
umfassende rechtliche und strategische Beratung in Angelegenheiten des öffentlichen Auftragswesens (Beantwortung fachspezifischer Anfragen, Ausarbeitung von Rechtsgutachten und Erteilung von Rechtsauskünften in schriftlicher und mündlicher Form in Angelegenheiten des öffentlichen Auftragswesens, interne Ressortberatung); Vertretung der Bundesregierung in Verfahren vor dem Verfassungsgerichtshof oder dem EuGH in Angelegenheiten der Stabsstelle;
Erstellung von Informationen und Notizen für die Ressortleitung in vergaberechtlichen Angelegenheiten; Unterstützung in der Wahrnehmung von deren Aufgaben im Nationalrat und im Bundesrat und deren Ausschüssen (Unterausschüssen) sowie in der Beantwortung parlamentarischer Anfragen betreffend diese Angelegenheiten; Verfassen von Informationen und Rundschreiben betreffend Angelegenheiten des öffentlichen Auftragswesens für die betroffenen Stakeholder; Verfassen von Informationen und Rundschreiben betreffend Angelegenheiten des öffentlichen Auftragswesens (etwa zu gesetzlichen Neuerungen, Urteilen des Europäischen Gerichtshofes).
Wir bieten Ihnen unter anderem
flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit),
Möglichkeit zu regelmäßigen Homeoffice-Tagen,
großzügige Sonderurlaubsregelung in besonderen Lebenslagen bzw. für bestimmte Anlässe,
modernes Arbeitsumfeld,
weitreichende Sozialleistungen (u.a. für die Kinderbetreuung),
großes Angebot an kostenlosen arbeitsmedizinischen Leistungen (Impfaktionen: FSME, HPV, Grippe, COVID, Hepatitis; Melanomcheck etc.),
Essenszuschuss in Höhe von EUR 2,00 pro Tag (Lebensmittelkarte Pluxee),
Bio-Essen in der hauseigenen Kantine,
zentral gelegene Dienststelle mit ausgezeichneter öffentlicher Verkehrsanbindung,
Öffi-Ticket-Zuschuss
… und vieles mehr.
aufrechtes Bundesdienstverhältnis bzw. allgemeine Aufnahmeerfordernisse gemäß § 3 Vertragsbedienstetengesetz 1948 (österreichische Staatsbürgerschaft oder unbeschränkter Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt, persönliche und fachliche Eignung, volle Handlungsfähigkeit);
abgeschlossenes Hochschulstudium des österreichischen Rechts;
(Bereitschaft zur Absolvierung der) Grundausbildung für die Verwendungs- bzw. Entlohnungsgruppe A 1 bzw. v1.
umfassende und spezielle Kenntnisse auf dem Gebiet des Verfassungs- und Verwaltungsrechts, der öffentlichen Verwaltung, des Verfahrens vor dem Verfassungsgerichtshof sowie des Rechts der Europäischen Union; Kenntnisse des europäischen und innerstaatlichen Vergaberechts in Theorie und Praxis sind von Vorteil;
praktische Erfahrungen wie beispielsweise eine Tätigkeit in einem anderen Bundesministerium, als wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in an einem (Höchst-)Gericht oder an einer Universität oder vergleichbare andere Praxiserfahrung (insbesondere bei Europäischen Institutionen) sind von Vorteil;
hochentwickeltes Sprachgefühl und präzise Ausdrucksweise, ausgezeichnete Englischkenntnisse (aktiv, passiv, schriftlich, Level C2 des Europäischen Referenzrahmens); EDV-Kenntnisse (Office-Anwendungen sowie spezielle am Arbeitsplatz verwendete Programme)
homogenes Managementwissen, präzise Ausdrucksweise, Überzeugungskraft, sicheres, repräsentatives und bestimmtes Auftreten nach innen und nach außen, besondere Kommunikationsfähigkeit, Entscheidungsfreude, Planung und Organisation von komplexen Aufgaben, eigenständiges Entwickeln von Prozessabläufen, der Umgang mit Menschen wird als unentbehrlich eingeschätzt;
Fähigkeit zur Lösung juristischer Auslegungsfragen und komplexer Aufgabenstellungen; eigenständiges Entwickeln und Erarbeiten von Lösungswegen; Fähigkeit zur Analyse von Problemstellungen in unterschiedlichen Situationen mit verschiedenen Lösungsschritten und Methoden; Erarbeitung von Problemlösungsmöglichkeiten; rasches Erfassen auch komplexer Zusammenhänge; analytisches, eigenständiges, kreatives und konstruktives Denken; operativer Denkrahmen; adaptive Denkanforderung;
Fähigkeit zur Umsetzung von vorgegebenen strategischen Ressortzielen im Rahmen einer allgemein geregelten Handlungsfreiheit mit anteiligem Einfluss auf das Endergebnis.
Im Übrigen sind zusätzlich folgende Fähigkeiten erforderlich:
hohe Konzentrationsfähigkeit und Bewältigung von Stresssituationen;
hohe Einsatzbereitschaft (Bereitschaft zur Weiterbildung, zur Erbringung von Mehrdienstleistungen und Dienstreisen).
Bewerbungsgesuche sind unter Anschluss eines Lebenslaufes, eines Motivationsschreibens und jener Unterlagen, aus denen die Erfüllung der angeführten Erfordernisse hervorgeht, bis längstens 30. März 2026 (einlangend) an das Bundesministerium für Justiz - Abteilung III 1 (team.pr@bmj.gv.at) zu GZ 2026-0.164.532 zu richten, wobei die Gründe anzuführen sind, die Sie für die Erfüllung der Aufgaben dieses Arbeitsplatzes geeignet erscheinen lassen. Verspätet eingebrachte bzw. nicht vollständige Ansuchen können nicht berücksichtigt werden. Etwaige Kosten (Fahrtspesen etc.) im Zusammenhang mit der Bewerbung bzw. dem Auswahlverfahren können nicht ersetzt werden.
Die in der Bewerbung enthaltenen bzw. im Rahmen des Bewerbungsprozesses bekanntgegebenen personenbezogenen Daten werden vom Bundesministerium für Justiz zur Abwicklung des Bewerbungsprozesses im Sinne der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und der diese begleitenden nationalen Datenschutzbestimmungen verarbeitet.
Bundesministerium für Justiz
Abteilung III 1 - Koordination und Ressourcenverwaltung
Museumstraße 7, 1070 Wien
team.pr@bmj.gv.at, Tel.: +43 1 52152-0
Für inhaltliche Fragen zu den Tätigkeitsbereichen steht Ihnen der Leiter der Stabsstelle für Vergaberecht Ministerialrat Dr. Michael Fruhmann (michael.fruhmann@bmj.gv.at, 01/52152-2913) gerne zur Verfügung.
Wertigkeit/Einstufung:A1/3 bzw v1/3
Dienststelle:Bundesministerium für Justiz
Dienstort:Wien
Vertragsart:Befristet
Beschäftigungsausmaß:Vollzeit
Beginn der Tätigkeit:ehestmöglich
Ende der Bewerbungsfrist:30.03.2026
Monatsentgelt/bezug:EUR 3.716,00
Referenzcode:BMJ-26-0588