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Allgemein28.04.20253 Min. Lesezeit

Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen 2025: Ergebnisse, Trends und Analysen

Von LawFinder Redaktion · Von Juristen für Juristen

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Am 27. April 2025 war es wieder so weit: Die Wienerinnen und Wiener wählten ihren Gemeinderat und die Bezirksvertretungen neu. Die diesjährigen Wahlen standen im Zeichen spannender Dynamiken und deutlicher Verschiebungen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse, Trends und Hintergründe.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Die SPÖ bleibt stärkste Kraft in Wien und verteidigt mit 39,5 % der Stimmen ihre Spitzenposition, auch wenn sie gegenüber 2020 leichte Verluste von 2,1 Prozentpunkten hinnehmen musste. Bürgermeister Michael Ludwig bleibt damit weiterhin im Amt und kann sich über eine absolute Mehrheit in allen Bezirken freuen – das erste Mal seit 15 Jahren.

  • Die FPÖ feiert ein Comeback: Nach dem Absturz 2020 auf 7 % erreicht sie diesmal 20,7 % und wird zweitstärkste Partei. Das entspricht fast einer Verdreifachung ihres Ergebnisses von vor fünf Jahren

  • Die ÖVP erlebt hingegen einen dramatischen Absturz und landet mit nur 9,7 % (minus 10,7 Prozentpunkte) auf Platz fünf. 2020 noch zweitstärkste Kraft, ist sie nun klarer Wahlverlierer

  • Die Grünen behaupten sich mit 14,1 % (2020: 14,8 %) auf Platz drei und können ihr gutes Ergebnis halten

  • Die NEOS legen leicht zu und kommen auf 9,8 %

  • Die KPÖ bleibt mit 3,9 % unter der Mandatshürde, das Team HC Strache erreicht 1,1 %

Sitzverteilung im Gemeinderat

  • SPÖ: 43 Sitze

  • FPÖ: 22 Sitze

  • Grüne: 15 Sitze

  • ÖVP: 10 Sitze

  • NEOS: 10 Sitze

Damit sind verschiedene Koalitionsvarianten möglich – etwa eine Fortsetzung der SPÖ-NEOS-Koalition oder eine Zusammenarbeit mit den Grünen oder der ÖVP. Bürgermeister Michael Ludwig schloss eine Koalition mit der FPÖ jedoch klar aus.

Bei den Bezirksvertretungswahlen durften auch EU-Bürgerinnen und -Bürger mitwählen, daher war der Kreis der Stimmberechtigten hier mit 1,37 Millionen deutlich größer als bei der Gemeinderatswahl (1,11 Millionen). Die SPÖ bleibt in den meisten Bezirken Nummer eins, konnte etwa in Simmering sogar leicht zulegen (42,1 %). Die FPÖ holte dort 37 % – ein Plus von 8,6 Prozentpunkten, aber nicht genug für den Bezirksvorsteher.

Die Grünen verteidigten ihre Hochburg Neubau mit 45,5 %. In der Inneren Stadt behauptete die ÖVP trotz Verlusten ihren Spitzenplatz bei der Bezirksvertretung, während sie bei der Gemeinderatswahl dort auf 22,1 % abstürzte und die SPÖ mit 30,8 % erstmals vorne lag.

Wahlkampfthemen und Ausblick

Die SPÖ setzte im Wahlkampf auf klassische Wiener Themen wie leistbares Wohnen, soziale Sicherheit und eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik – offenbar mit Erfolg. Die FPÖ profitierte von bundespolitischen Themen und einer Mobilisierung ihrer Kernwählerschaft. Die ÖVP musste hingegen einen herben Rückschlag einstecken und wird sich neu positionieren müssen.

Welche Auswirkungen hatte die Landtagswahl in Wien auf den Bundesrat?

Die Landtagswahl in Wien hat auch Auswirkungen auf den Bundesrat:. Die FPÖ bekommt zwei Mandate, Volkspartei & Die Grünen verlieren jeweils ein Mandat. Die SPÖ bleibt bei fünf Sitzen und die NEOS bleiben bei einem Sitz im Bundesrat.

Die gesamte Mandatsverteilung im Bundesrat:

  • ÖVP: 22 Sitze

  • SPÖ: 18 Sitze

  • FPÖ: 16 Sitze

  • Grüne: 3 Sitze

  • NEOS: 1 Sitz

Die Wien-Wahl 2025 hat das politische Kräfteverhältnis in der Bundeshauptstadt neu geordnet. Die SPÖ bleibt das Maß der Dinge, die FPÖ ist zurück im Rennen, und die ÖVP muss sich nach diesem Wahlergebnis grundlegend neu aufstellen. Die kommenden Jahre versprechen daher spannende politische Entwicklungen – sowohl auf Landes- als auch auf Bezirksebene.

Quellen: Kurier, News.at, MeinBezirk.at und Heute.at zu den Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen 2025; Österreichisches Parlament;

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