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Eventbericht24.04.20262 Min. Lesezeit

Nachbericht: KI im Recht – Wie Konzipient:innen KI nutzen können

Von LawFinder Redaktion · Von Juristen für Juristen

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Ein intensiver fachlicher Austausch, eine offene Diskussionskultur und spürbare Neugier auf die Zukunft der Rechtsbranche: Der Workshop „KI im Recht - Wie Konzipient:innen KI nutzen“ am 22. April 2026 bot nicht nur fundierte Einblicke in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, sondern überzeugte auch durch eine besonders angenehme und inspirierende Atmosphäre.

Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, sich praxisnah mit einer der zentralen Entwicklungen der Branche auseinanderzusetzen und vor allem, diese gemeinsam kritisch zu reflektieren.

Fachlicher Tiefgang trifft offenen Dialog

Von Beginn an zeigte sich: Das Interesse an KI ist groß – ebenso wie der Bedarf an Einordnung.

In einem bewusst kleinen, aber interaktiven Setting wurden nicht nur Inhalte vermittelt, sondern intensiv diskutiert. Unterschiedliche Perspektiven aus der Praxis führten zu einem lebendigen Austausch, der weit über klassische Workshop-Formate hinausging.

Im Zentrum stand dabei die realistische Einordnung von KI:
Sie ist kein Ersatz für juristische Expertise, sondern ein Werkzeug – mit klaren Stärken, aber auch klaren Grenzen.

Gerade diese differenzierte Betrachtung machte den Abend besonders wertvoll für alle Teilnehmer:innen.

Was bleibt: Klarheit statt Hype

Inhaltlich wurde ein klares Fundament geschaffen:

  • KI basiert auf Wahrscheinlichkeiten, nicht auf Wahrheit

  • Strukturierte Daten sind Voraussetzung für verlässliche Ergebnisse

  • LLMs sind keine Datenbanken, sondern Interfaces für Sprache

  • Der größte Mehrwert entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Systeme („Compound AI“)

Diese Erkenntnisse wurden nicht nur präsentiert, sondern gemeinsam hinterfragt, diskutiert und auf konkrete Anwendungsfälle übertragen.

KI als Werkzeug – und als Kompetenz

Besonders deutlich wurde im Workshop, dass der erfolgreiche Einsatz von KI weit über die reine Tool-Nutzung hinausgeht.

Gefragt ist AI Literacy – also die Fähigkeit, KI-Systeme zu verstehen, kritisch zu bewerten und verantwortungsvoll einzusetzen.

Dabei spielen auch Themen wie Risikomanagement, Transparenz und menschliche Aufsicht eine zentrale Rolle. Gleichzeitig eröffnet KI neue Wege in der juristischen Arbeitsweise – von kollaborativer Fallbearbeitung bis hin zu interaktiven Lern- und Trainingsszenarien.

Fazit: Technologie braucht Austausch

Neben allen fachlichen Impulsen bleibt vor allem eines in Erinnerung: der offene, konstruktive Dialog.

Die Verbindung aus fundiertem Input und engagierter Diskussion hat gezeigt, wie wichtig genau solche Formate für die Weiterentwicklung der Rechtsbranche sind. Denn die Transformation durch KI ist nicht nur technologisch – sie lebt vom gemeinsamen Verständnis und Austausch.

Ein besonderer Dank gilt Dr. Stefan Eder (Kanzlei Benn-Ibler) und DI Christian Sageder (CYBLY) sowie Evelyn Wickhoff (Agentur Montesole) für die inhaltliche Gestaltung und die hervorragende Zusammenarbeit.

Wir freuen uns auf die Fortsetzung dieses Dialogs.

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